30. August: Zement – der heimliche Klimakiller – Alternativen auf dem Prüfstand

Freitag, den 30. August, 19:30 Uhr. Zement – der heimliche Klimakiller – Alternativen auf dem Prüfstand (2 Kurzfilme). Enough Info-Café, Wiesenstraße 48, 42105 Wuppertal. Eintritt Frei. Spenden sind aber immer Willkommen.

Film 1 Zement – Der heimliche Klimakiller

Der begehrte Baustoff ist ein heimlicher Klimakiller. Bei der Herstellung entsteht mehr CO2 als durch den gesamten Flugverkehr weltweit.

Der Handel mit Zement ist längst ein internationales Geschäft geworden. Der globale Bauboom hält an, und so wächst vor allem in aufstrebenden Schwellenländern der Hunger nach Beton – und damit nach dem Bindemittel Zement.

Ohne Zement geht nichts: Kein Haus, keine Straße oder Brücke wäre denkbar ohne das Bindemittel aus Kalkstein. Einer der weltweit größten Zementhersteller, HeidelbergCement, plant über seine Tochterfirma ein neues Zementwerk auf Java in Indonesien. Im dortigen Karstgebirge soll im Auftrag der Deutschen Kalkstein abgebaut und verarbeitet werden. Die einheimische Landarbeiterin Gunarti protestiert gemeinsam mit den Bewohnern der Region seit Jahren gegen das Vorhaben – die Menschen fürchten nichts mehr, als dass ihre Heimat dem Zement zum Opfer fällt.

Nicht nur für viele ursprüngliche Naturlandschaften, auch für das Klima ist Zement eine massive und meist unterschätzte Bedrohung. Die Zementherstellung allein verursacht zwischen fünf und acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Trotzdem wird die Branche von der EU mit kostenlosen Emissionszertifikaten unterstützt. Zement gilt zwar als Dreckschleuder – aber gleichzeitig als alternativlos, um den schier endlosen Hunger nach Beton und Baustoffen zu stillen. 

Doch stimmt das, oder ist das nur ein Vorwand der großen Konzerne, die sich Innovationen versperren? Welche Alternativen gibt es zu Zement, und wie können wir mit weniger von der dreckigen Masse auskommen?

2018, 28 Minuten

Film 2 Klimaschädlicher Zement – Alternativen auf dem Prüfstand

Allein von 2007 bis 2016 hat sich die weltweite, für die Betonherstellung unabdingbare Zementproduktion fast verdoppelt. Dabei ist das Bindemittel aus Kalkstein für das Klima eine massive und meist unterschätzte Bedrohung. Allein seine Herstellung verursacht bis zu acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Doch es gibt auch den „grünen“ Zement – doch hält er, was er verspricht?

Am Baustoff der Moderne scheiden sich die Geister: Einige Bauherren und Architekten tun alles, um Beton zu verkleiden und zu verstecken. Andere – wie der Architekt Oscar Niemeyer – wollen das pure Material auch zeigen. Aber unabhängig von ästhetischen Argumenten nimmt der Bedarf an Beton weltweit rapide zu. Und damit steigt auch die Nachfrage nach seinem Bindemittel – dem Zement. Allein von 2007 bis 2016 hat sich die weltweite Zementproduktion fast verdoppelt. Dabei ist das Bindemittel aus Kalkstein für das Klima eine massive und meist unterschätzte Bedrohung. Allein seine Herstellung verursacht bis zu acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Hoffnung setzt man inzwischen vor allem auf den „grünen“ Zement, der eine positivere CO2-Bilanz aufweisen kann. Am Karlsruher Institut für Technologie werden die „Xenius“-Moderatoren Emilie Langlade und Adrian Pflug diesen alternativen Zement einer kritischen Prüfung unterziehen. Er benötigt – bei gleicher Festigkeit – weniger Kalk, und dies führt zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes. Allerdings ist das Herstellungsverfahren teurer als das des herkömmlichen Portlandzements. Ist dieser Zement tatsächlich „grün“ und gibt es andere Alternativen?

2019 27 Minuten.

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