12. Juli BRAND Trilogie: BRAND I Vom Eigentum an Land und Wäldern

Freitag, den 12. Juli, 19:30 Uhr. BRAND I: Vom Eigentum an Land und Wäldern (Film). Enough Info-Café, Wiesenstraße 48, 42105 Wuppertal. Eintritt Frei. Spenden sind aber immer Willkommen. BRAND II zeigen wir am 19. Juli (19:30 Uhr). BRAND III zeigen wir am 26. Juli (19:30 Uhr).

Die Künstlerin Susanne Fasbender bereiste das Rheinische Braunkohlenrevier und schuf ein mehrteiliges umfassendes Filmwerk, in dem sie die Zusammenhänge zwischen Rohstoffabbau, Landnahme, Wirtschaftswachstum und Klimakrise auf beeindruckende Weise analytisch zu fassen weiss.

„Ein Film, der mit analytischen Mitteln den „Kern der ökologischen Krise“ namhaft macht, mit klug eingesetzten filmischen Mitteln die naturalen, sozialen und emotionalen Wirkungen dieser menschengemachten Katastrophe aufspürt und schließlich mit künstlerischen Mitteln das Ausmaß des unwiederbringlich Verlorenen vergegenwärtigt.“ Dr. Frauke Tomczak

„Die Trilogie BRAND ist ein wertvoller, umfassender Beitrag zur Umweltkrise. Soziale und ökologische Probleme produktiv zu verarbeiten und ihrem Verständnis durch systematische Strukturierung gerecht zu werden, um Wissensgrundlagen für mehr demokratische Partizipation zu vermitteln, dabei aber nicht auf ihre künstlerische Herkunft zu verzichten, bedarf einer Muße und einer Zeit, die sich die Autorin und Regisseurin dieses Filmwerks genommen hat.“ Prof. Dr. Sabine Rollberg, ehem. Chefredakteurin ARTE

Trilogy BRAND Eine Reise im Rheinischen Braunkohlenrevier (Klick für Untertitel auf CC im Player)

BRAND

Eine Reise im Rheinischen Braunkohlenrevier und eine Denkreise zum Kern der ökologischen Krise.
Eine Film-Trilogie über Fossiles Wirtschaften, Braunkohle, Klimapolitik und den Widerstand im Rheinischen Revier.
Von Susanne Fasbender in Kooperation mit dem Hambacher Forst Filmkollektiv

Jeder der drei Filme ist eigenständig. In der Trilogie ergeben sie ein neues Ganzes und vertiefen sich gegenseitig.

BRAND I Vom Eigentum an Land und Wäldern

„Aber da müssen wir ‚ran. Da lügen wir uns glaube ich was in die Tasche, wenn wir glauben, dass wir schnelle Lösungen, einfache Lösungen, die keinem weh tun, und die wir alle ohne Widerstand unterschreiben können, hinkriegen. Weil es geht um Privilegien, die wir uns über 500 Jahre angeeignet und an die wir uns gewöhnt haben. Und die werden wir nicht einfach aufgeben wollen. Deshalb tun wir uns im alten Europa auch sehr viel schwerer mit der Debatte um Alternativen und damit, den Mut zu haben, einfach mal zu denken und uns zu erlauben, diese Diskussion, wie wir uns gutes Leben in Zukunft vorstellen, mal zu haben.“ Zitat Jutta Kill in BRAND I. Sie ist Biologin und hat zahlreiche Klimaschutzprojekte untersucht.

„Die Künstlerin Susanne Fasbender bereiste das Rheinische Braunkohlenrevier und schuf ein umfassendes Filmwerk, in dem sie die Zusammenhänge zwischen Rohstoffabbau, Landnahme, Wirtschaftswachstum und Klimakrise auf beeindruckende Weise analytisch zu fassen weiss. Sie versteht es, ihren subjektiven, unter dem Eindruck der drohenden Klimaentwicklungen durchaus emotionalen Blick künstlerisch mit einer Filmsprache zu vereinen, die den Film grundlegend unaufgeregt durchzieht. Der Zuschauer bekommt Gelegenheit, in die lokalen Gegebenheiten einzutauchen und dabei gleichzeitig den für industrielles Wachstum und ökologische Zerstörung exemplarischen Charakter nachzuvoll-ziehen, da die Geschehnisse durchgehend von strukturell analytischen Interviews begleitet werden. Der Film lädt das Publikum geradezu dazu ein, sich aktiv an einem für die Zukunft von Mensch und Natur unerläßlichen zivilgesellschaftlichen Diskurs zu beteiligen.

Sie arbeitet den globalen Nord-Süd-Zusammenhang in der Umweltkrise heraus und fordert einen notwendigen gesellschaftlichen Diskurs über die kaum beachtete Frage nach der Finanzialisierung der Natur in Form des Emissionshandels ein, die das Erreichen ehrgeiziger Wachstumsziele mit der Reduktion klimaschädlicher Gase vereinbar machen soll.“ (S. Rollberg, s.o.)
Dass sich die Dinge nach 23 Klimakonferenzen nicht bessern, läßt ahnen, dass das Problem durch das oft Beklagte: „Sie reden viel, aber tun nichts“ kaum berührt wird. Im Gegenteil: Es wird viel mehr getan und gesetzlich festgeschrieben, als wir im allgemeinen Klimadiskurs realisieren, werden unter dem Leitbegriff  „Besseres Wachstum, besseres Klima“ doch vor allem bestimmte Interessen gewahrt. Spätestens wenn wir erkennen, dass auch der in der Wirtschaft verankerte internationale Klimaschutz denselben Gesetzmäßigkeiten von Landnahme und Kapitalverwertung folgt, ist erkennbar, dass ein tiefer gehendes Verständnis der Zusammenhänge notwendig wird.

„Haben sie aufgehört nach Öl zu suchen? Nein. Haben sie aufgehört Rohstoffe in unberührten Naturgebieten zu fördern? Nein. Haben sie aufgehört Schieferöl zu gewinnen? Nein. Haben sie Fracking gestoppt? Nein. Sollten wir also irgendwas von der COP in Paris erwarten, das die Situation verändern wird? Nein – weil, um wirklich ernsthaft etwas zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu bewirken, ist es absolut essentiell, die Gesellschaft und die gesamte Wirtschaft neu zu strukturieren.“

Zitat Prof. Dr. Clive L. Spash in BRAND I. Er ist Herausgeber des internationalen Wissenschaftsjournals Environmental Values und des 2017 erschienenen Routledge Handbook of Ecological Economics, Nature and Society. Er lehrt Public Policy and Governance an der WU in Wien.
Laufzeit 113 Minuten

Facebook Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/2120186884956908/


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